Das Immunsystem stärken!

von | 1. Dezember 2020

In den letzten Monaten sind Keime und ihre Bedrohung für den Menschen stark inden Vordergrund gerückt. Ein unsichtbares Virus erschien auf der Bühne und es entwickelte sich eine weltweite Krise. Wie gut, dass wir nicht passiv auf Rettung warten müssen, sondern aktiv das körpereigene Abwehrsystem stärken können.

Das Entscheidende ist das Milieu, auf das das Virus trifft. Beim Lesen der nachfolgenden Tipps ist klar: eigentlich ist alles bekannt und schon gewusst.

Und doch: Wir sollten den Möglichkeiten, mit denen wir die inneren Heil- und Abwehrkräfte unterstützen können, immer wieder auf’s Neue Gehör verschaffen, ihnen Raum und Zeit geben und sie eigenverantwortlich in unser Leben integrieren.

Die Natur

Sie entspannt uns und versorgt uns über die Luft, das Wasser und die Erde mit energiespendenden Ionen und pflanzlichen bioaktiven Stoffen, die wir über die Lungen und die Haut aufnehmen und die das Immunsystem unterstützen. Über das natürliche Licht am Tag werden außerdem wichtige Körperfunktionen reguliert und die Stimmung aufgehellt.

Die Bewegung

Moderates Ausdauertraining an mehreren Tagen der Woche und ein Aufbau der Muskulatur steigern die Vitalität, versorgen uns mit Wohlfühl-Botenstoffen, bauen Stress ab, halten uns jung und gesund. Indem wir uns bewegen und dehnen, steigern wir den Lymphfluss und die Durchblutung und sorgen für eine gute Belüftung der Atemwege. Und wenn wir uns darüber hinaus zu Kneipp’schen Kaltwasseranwendungen motivieren können – umso besser!

Die Balance

Geben wir sowohl dem aktiven Tun als auch der Entspannung und inneren Einkehr ausreichend Raum und Zeit, bleiben wir fit und gut gestimmt. Bei kräftezehrendem Dauerstress sollten wir rechtzeitig Grenzen setzen. Eine Soforthilfe bei hoher Anspannung ist das bewusste tiefe und langsame Ein- und Ausatmen. So wird der ‚Ruhenerv‘ des autonomen Nervensystems aktiviert, wir entspannen und regenerierende Prozesse setzen ein. Außerdem werden die Atemwege verstärkt belüftet und der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen.

Der Nachtschlaf

Es braucht die nächtliche Ruhe, damit wir gut regenerieren können. Mit sieben bisacht Stunden Schlaf in einer reizarmen, angenehmen Umgebung erholen wir uns.Damit wir entspannt einschlafen können, sollten wir abends auf späte Mahlzeiten,größere Mengen Alkohol und das blaue Licht der Monitore verzichten. WLAN undMobilfunk stören den Schlaf, also besser offline als ruhelos.

Schadfaktoren

Die Funktion unserer Systeme, so auch des Immunsystems, kann durch Schadfaktoren beeinträchtigt werden. Hierzu zählen chemische Stoffe in Kleidung, Kosmetikartikeln, Gegenständen, Möbeln, Nahrungsmitteln und Getränken. Hierzu zählen auch biologisch schädliche Strahlungen durch Router und WLAN, mobile Telefone und Mobilfunkantennen.

Mikronährstoffe und Vitamin D

Damit das Immunsystem gut funktioniert, braucht es Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Besonders wichtig sind Vitamin C, Zink und Selen und das Vitamin D, das eigentlich ein Hormon ist. Mit regelmäßigen Lichtbädern in der Mittagszeit der hellen Jahreszeiten regen wir die körpereigene Produktion von Vitamin D an. Ein Sonnenbrand gilt es dabei natürlich zu vermeiden. Frische, vitalstoffreiche Lebensmittel versorgen uns mit den wichtigen Mikronährstoffen. Eine Blutanalyse gibt Auskunft, ob die Nährstoffe in ausreichender Menge im Körper vorhanden sind oder ob etwas ausgeglichen werden muss. In der Grippesaison empfehle ich Lutschtabletten oder -taler mit natürlichem Vitamin C in Kombination mit Zink.

Der Darm

Der Darm ist wie die Haut ein Grenzorgan und hat eine zentrale Funktion für das Immunsystem. Über die immunkompetenten Zellen der Darmschleimhaut wird etwa 70 Prozent des Immunsystems reguliert. Grund genug, mit einer gesunden, pflanzenbetonten Ernährung, ausreichend Bewegung und einer ausgewogenen Lebensweise für sein Wohl zu sorgen. Wesentlich ist auch die Besiedlung des Darms mit bestimmten Mikroben. Umwelttoxine, Antibiotika, übermäßiger Stress und anderes schadet der gesunden Mikroflora und es kommt zu einer Fehlbesiedlung. Probiotika und fermentierte Lebensmittel sind dann hilfreich.

Das Lächeln

Freude und Zuversicht haben einen großen Einfluss auf die Abwehrkraft. Es lohntsich, Tag für Tag das in den Alltag einzuladen, was uns zum Lächeln, Lachen, Summen und Singen bringt. Indem wir uns von seelischen Belastungen befreien, möglicherweise mit professioneller Hilfe, stärken wir uns. Mit Kunst, Musik, Poesie, positiven Bildern und wohlmeinenden Menschen nähren wir die Seele. Wenn wir den Wellen des Lebens in einer Haltung des Schöpfers begegnen, Licht
und Schatten annehmen und auf Freudvolles achten, aktivieren wir vitalisierende Prozesse und unterstützen die Funktion des Immunsystems.

Der Hautkontakt

Zwischen der Haut, dem Nerven- und dem Immunsystem besteht eine direkte anatomische Verbindung. Angenehme Berührungen mit unseren Liebsten und Nächsten setzen Wohlfühlstoffe frei. Der Kontakt und der Austausch mit anderen Menschen, der Natur, der Umwelt dient der Entwicklung auf allen Ebenen und besonders dem Immunsystem.

Das Training

Droht eine Infektion mit einem ernsthaft krankmachenden Keim, sind gewisse Hygieneregeln zu beachten wie Abstand halten, regelmäßig die Hände waschen und die Hustenetikette. Ist das Risiko einer ernsthaften Erkrankung durch Keime gering, sollten wir uns Folgendes bewusst machen: Wir brauchen täglich den Kontakt und die Auseinandersetzung mit Keimen, damit unser Abwehrsystem gut funktioniert. Je vielfältiger die äußeren Reize sind, desto besser. Ohne Training verliert das Immunsystem bald an Abwehrkraft.

Mehr Infos über Dr. Antje Göttert:
https://www.sheema-verlag.de/autoren/dr-antje-goettert

Zum Buch „Das Logbuch der Hundertjährigen. Wissenswertes von A-Z  für ein vitales und vergnügtes Leben“ geht’s hier:
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