Der Tigerbericht

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Übermittelt und erläutert von Shunryu Suzuki-roshi, aufgeschrieben und erzählt von Dietrich Wild, mit Originalmusik von Al Gromer Khan. Bilder von Holde Wössner.

Poetische Erzählung

Hardcover, 72 Seiten, 5 Abbildungen, Lesezeichen
2 CDs als Beilage (Hörbuchausgabe)
ISBN 978-3-931560-17-1

Beschreibung

Die Kultgeschichte vom Tiger erhältlich als Buch! „Wenn du vollkommen still wirst, hörst du alles.“

Über das Buch:

Die Kultgeschichte vom Tiger erhältlich als Buch!
„Wenn du vollkommen still wirst, hörst du alles.“

Der einsame Wanderer begegnet in der Wüste Sinai einem Meister, der ihm durch den Bericht des Tigers die Essenz des Zen Buddhismus nahe bringt.

Eine Reise zur inneren Quelle mit Klängen aus den tiefen Räumen wortloser Weisheit.

Mehr zum Autor

Dietrich Wild

Dietrich Wild

Dietrich Wild, geb. 1942, der Übermittler des „Tigerberichts“ stieß im Dezember 1975 im berühmt chaotischen Anglia Bookshop in München auf den bis dahin einzigen Text aus Suzuki-roshi´s Denken, das Buch...

Leseprobe

Keiner weiß, woher er kommt. So wäre es auch müßig, zu Beginn meines Berichts weit auszuholen und beschreiben zu wollen, woher ich damals gekommen war, als mich mein gewundener Weg über die Halbinsel Sinai führte. Das war vor einigen Jahren, und ich bin nicht mehr sicher, jemals dort – oder an irgendeinem anderen Ort – gewesen zu sein.

In einigen Wüsten meines Lebens habe ich stundenlang reglos zugeschaut, wie der Wind hinter mir die schmale, hässliche Spur meiner Füße nachsichtig verwischte. Erst wenn ich mich davon überzeugt hatte, dass nichts von der Narbe bleiben würde, die mein Eindringen durch den Sand gezogen hatte, ging ich weiter. So ist es mir zur Gewohnheit geworden, nichts zu dokumentieren von dem, was ich gesehen, nichts, was ich gehört.

Aber auch beim Erzählen, diesem kunstvollen Entschleiern der Täuschungen des Alltags, versagen mir bald die Worte, bleiben die Begriffe dem Erlebten sperrig und fremd, so dass ich immer wieder verstumme. Dieses Schweigen meines Scheiterns trägt denn auch mehr Nachricht als meine ungelenken Sätze.

Nun unternehme ich also einmal mehr in flüchtigen Worten, auf Nachsicht hoffend, eine solche vergebliche Erzählung, einen ganz und gar trügerischen und dennoch wahren Bericht. Denn alles, was wir erleben, ist Schöpfung unserer eigenen Sinne, Spur unserer eigenen Bewegung.

Ich will erzählen, was ich in der Wüste erfuhr – ein einziges Mal, so wie ein Komponist mit seiner Notenschrift die Musik aufzeichnet, die er alleine, einmal, hört.

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