Mein Haar – mein echtes Ich

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Haare lesen und verstehen

Autobiografischer Ratgeber

Hardcover, 192 Seiten, vierfarbig illustriert
ISBN 978-3-931560-41-6

Beschreibung

Wesentliches zum Thema Haar. Wir können lernen, was wir selbst bewirken können, wenn wir beginnen, unser Haar zu verstehen, denn die Haare sind Ausdruck unseres Selbst.

Über das Buch:

Anhand seiner eigenen Lebensgeschichte erzählt uns Martin Burri, wie er dazu gekommen ist, seine Karriere als erfolgreicher und bekannter Schweizer Friseur aufzugeben und einen eigenen Weg einzuschlagen; einen Weg, der es ihm erlaubt, sein „Gschpüri“ zum Wohle seiner Kunden einzusetzen.

Seine Herangehensweise, das von ihm kreierte „Haarelesen“, ist liebevoll und sehr individuell. Er berührt die Menschen außen und in ihrem Inneren – das ist etwas ganz Besonderes. Seine Botschaft ist einfach: Die Haare sind Ausdruck unseres Selbst.

Als Leser erfahren wir Wesentliches zum Thema Haar. Wir können lernen, was wir selbst bewirken können, wenn wir beginnen, unser Haar zu verstehen. So bekommen wir die Möglichkeit, unsere Haare einmal anders zu betrachten – zu erspüren, anstatt visuell zu kontrollieren – um eine Beziehung dazu aufzubauen. Eine Beziehung über die Haare zu uns selbst.

So ist dieses Buch für uns Kunden eine schöne Anregung zur Selbsterkenntnis und für Friseure ein inspirierender Erfahrungsbericht.

Mehr zum Autor

Martin Burri

Martin Burri

Martin Burri ist Haartherapeut, Ausbilder und Referent. Er lebt mit seiner Familie in der Schweiz. Nach vielen Jahren als erfolgreicher Friseur im In- und Ausland wurde er im August 2007 durch einen...

Leseprobe

Früher war meist die erste Frage: „Wie geht es Ihnen und was machen wir heute für eine Frisur?“ Wenn die Kundin dann antwortete, hörte man (damit meine ich mich) schon gar nicht mehr richtig zu, denn ich wollte ja hören, dass es dem Kunden gut geht und dass sie mir sagt, ich solle etwas Schönes aus ihr machen. Es heißt ja, der Friseur sei ein Psychologe und sei unter anderem auch da, um sich um die Sorgen seiner Kunden zu kümmern. In Wirklichkeit haben wir selber genug Dinge, die uns beschäftigen, sodass wir über „Small Talk“ selten hinauskommen. Damit möchte ich keinem Friseur zu nahe treten, ich weiß, es gibt auch Ausnahmefriseure und -friseurinnen, aber im ganz normalen Friseuralltag ist es so – und kein Friseur wurde so ausgebildet, dass er zuhören kann, um zu erkennen, was der Kunde wirklich sagen möchte. So ging ich dann meist schnell zur Tagesordnung über, das heißt zur Frisur. Ich fühlte mich jedes Mal geschmeichelt, wenn die Kundin es mir überließ, ihr eine schöne Frisur zu „machen“. Ich war ja schließlich der, der wusste, was Mode war und was zu ihrer Gesichtsform passte. Ich war ja nicht vergebens so bemüht, gute Kontakte mit der Crème de la Crème der Frisurenmodebranche zu pflegen. Mit anderen Worten: So wurde mein Ego gepflegt und das hatte es damals sehr nötig. Ganz rational betrachtet, wollte diese Kundin mir nur die Verantwortung übergeben, dass alles gut herauskommt und sie danach schön aussieht.

Oft kamen Kunden mit einem Bild und sagten, dass sie so eine Frisur haben wollten – damals kränkte mich das, denn ich wollte ja nichts kopieren (obschon das ein Leichtes gewesen wäre – hatte ich das ja in meiner Lehrzeit bis zum Umfallen geübt), sondern ich wollte derjenige sein, der wusste, was gut für den Kunden war. Erst nach meiner „Wende“ suchte ich nach Möglichkeiten herauszufinden, was der Kunde mir mit diesem Bild aussagen wollte. Es war ja etwas, was er wollte, das heißt, was jetzt gerade fehlte.

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