Am Feuer der Mondfrauen

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Eine sinnlich-poetische Reise zu deiner weiblichen Essenz

Poetische Texte

Hardcover, 176 Seiten
ISBN 978-3-931560-29-4

Beschreibung

»Die Mondfrau geht den Weg der Freiheit. Sie wandelt sich in jedem Augenblick. Sie lebt intensiv und kraftvoll. Ihr Wegweiser ist die Liebe …«

Über das Buch:

Nina Konitzer ist eine sanfte Poetin, Schülerin der kraftvollen Berge, der glasklaren Flüsse, der stillen Seen und wilden Meere. Sie ist eine Reisende zwischen den Welten, eine freie Mondtänzerin, eine Liebende, die Brücken zwischen Wegen baut, die so nah sind, dass wir sie manchmal einfach übersehen.

Ihre Texte sind tiefgründig und berührend, poetisch und voll tiefer Weisheit. Sie schöpft aus der Quelle der Stille und dem Wissen ihrer Weiblichkeit.

In ihrem Erstlingswerk verbindet sie all dies zu einem sinnlichen Erleben. Sie lädt uns ein, uns am Feuer der Mondfrauen zu wärmen, uns zusammenzufinden, um zu lauschen, uns wiederzuerkennen und zu erinnern … Im Vertrauen auf die eine Kraft, auch wenn wir sie gerade nicht erkennen.

Ein Buch für Frauen und Männer gleichermaßen, für all diejenigen, die dem Ruf nach ihrer Urkraft stetig folgen, auch wenn dies viele Wege durch dunkle Pfade beinhaltet.

Mehr zur Autorin

Nina Konitzer

Nina Konitzer

Im Jahr 2006 fiel Nina Konitzer nach einer schweren, unheilbaren Krankheit plötzlich ins Jetzt und damit in ihre tiefste Natur zurück. In dem Moment begann sie zu schreiben.

Leseprobe

Weißt du, du hast so lange nach Freiheit geschrien, du hast versucht, dich von Fesseln zu lösen, bist aus dem Rahmen gefallen, hast rebelliert gegen Regeln und Gesetze, die so manches Mal gar nicht existierten. Freiheit war das Wichtigste für dich, dein Ziel, deine Sehnsucht, deine Passion. Doch ich erlaube mir zu sagen, dass du tief in dir die Essenz der Freiheit noch nie berührt hast. Denn tief in dir ist Angst vor genau dieser Freiheit, dort ist Sehnsucht nach Fesseln, die dich im sicheren Hafen auf sanften Wellen schaukeln lassen.

Weißt du was wahre Freiheit bedeutet? Es bedeutet, dass dich nichts und niemand mehr hält. Es bedeutet, dich in das völlige Alleinsein, in die Einsamkeit hineinfallen zu lassen. Es bedeutet zu sterben. Solange du aber Angst hast, dich auf das Alleinsein einzulassen, es auszuhalten, ohne dich abzulenken oder dich mit Menschen zu umgeben, die dich nur oberflächlich berühren, wirst du niemals frei sein, denn du wirst nie den Punkt in dir berühren, diesen Schmerz in dir offenlegen, unter dem die Freiheit verborgen liegt. Die Freiheit liegt unter dieser Leere in uns, die immer schon existierte, die wir jedoch, ehe wir sie wirklich spüren, mit irgendetwas füllen. Mit Menschen, Aktivitäten, Terminen, Dingen, die uns niemals wirklich wichtig waren.

Und ich sage dir: Wenn du wirklich frei sein willst, dann lerne alleine zu sein. Lerne, dich der absoluten Stille hinzugeben, durch die alles hörbar sein wird, was du mit all dem Lärm der Welt versucht hast, zum Schweigen zu bringen.

Lerne zu bleiben, auch wenn es schwer ist, auch wenn alles in dir davonlaufen möchte, auch wenn so vieles in dir nach Ablenkung schreit. Ich weiß um deinen Kampf, um deinen Krieg, um dein Schwert, mit dem du versuchst, dieser Stille zu entkommen. Doch deine Sehnsucht wird dich zum Erliegen bringen.

Denn die Sehnsucht der wilden Mondfrau, die Sehnsucht nach Freiheit, ist größer als die Angst vor der Stille, vor dem Nichts, vor all den Wunden, die sichtbar werden, wenn wir einfach stehenbleiben.

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