Am Ende. Liebe.

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Systemische Erzählung

Hardcover, 160 Seiten
ISBN 978-3-931560-53-9

Beschreibung

Egal, wo wir stehen – es gibt immer einen Weg. Eine systemische Erzählung!

Über das Buch:

Wenn du das Geschenk des eigenen Lebens entdeckst!

Zwei Menschen wissen nicht weiter. Sie sind verbunden. Unbewusst, wie viele unter uns. Sie denken nach. Viel. Wie du, wie ich. Sie erleben Dinge, die schon immer da waren, aber nie aufgefallen sind. Das ist gleichermaßen Lösung und Glück.
Im Erleben der beiden Protagonisten finden wir uns wieder, unsere möglichen Themen und Anliegen. Familienbande werden sichtbar. Wir erhalten Antworten auf so manche Frage nach dem Sinn des Lebens – und wie wir diesen Sinn freudig im eigenen Alltag erlangen.

AM ENDE. LIEBE. ist eine berührende Erzählung, entstanden aus systemischen Shortcuts, garniert mit den lehrreichen Erfahrungen eines erfolgreichen Lebenstrainers. In diesem Sinne nicht nur eine Geschichte und auch kein Ratgeber, sondern ein – auch manches Mal humorvoller – Herzimpulsierer.

Mehr zum Autor

Uwe Pettenberg

Uwe Pettenberg

Uwe Pettenberg ist Autor, (Lebens)Trainer und Therapeut (HPG). Er ist glücklich verheiratet und hat 2 Kinder. Uwe Pettenberg coacht und schreibt seit über 15 Jahren, was er selbst als wirkungsvoll erlebt h...

Leseprobe

Woher ich das alles habe? Diese Gedanken über mich und das Leben? Kann ich genau sagen: Mutter ist aus dem Fenster gefallen. So stand es im Polizeibericht. Natürlich war davor etwas. Depression. Nie dachte ich, dass ich jemals erfahren müsste, was eine Depression ist. Irrtum. „Depression“, so der Facharzt meiner Mutter, „ist ein existenzieller Konflikt.“ Na Klasse. Da fühlt sich ein Mensch in seiner Existenz bedroht, obwohl er doch existent ist. Er müsste sich ja nur mal kneifen. Aber so einfach ist das nicht. Denn wenn es nicht gut läuft, passieren Dinge, die nicht passieren sollten. So auch bei uns. Mutter ging es immer schlechter. Mit meinem Vater. Wahrscheinlich. Aber wer weiß das schon. Denn Mutter hatte auch schon mit ihrem Vater mächtig Probleme. Und manches Mal dachte ich auch, alles hat mit mir zu tun. War ich ihr als Kind zu viel? Ging ich meiner eigenen Mutter auf den Keks? Ich weiß es bis heute nicht. Auf alle Fälle hatte sie an diesem Nachmittag von allem zu viel. Von Tabletten. Von Alkohol. Vom Leben. Und nachdem sich diese Summe ungünstiger Eckdaten ziemlich schlecht kombinieren lässt, sprang sie aus dem Fenster. Auch das hatte Folgen. Erster Stock. Sechs Wochen Krankenhaus. Siebzehn Knochenbrüche. Eine Scheidung. Eine lange Reise nach … Ich weiß es nicht mehr wirklich. Weit, weit weg. Das nimmt kein gutes Ende.

Nach diesem tragischen Wiedereintritt in die Lebensumlaufbahn beschloss meine Mutter, uns, also in erster Linie mich, zu verlassen. Dort, weit, weit weg, wollte sie die neue Freiheit gewinnen. Bei einem Guru. Ich denke heute, das ist so etwas wie ein Überpapa, eben Vaterersatz. Wenn es mit dem eigenen Alten nicht klappt, dann findet sich hier bestimmt etwas. Ja, ich bin verärgert. Viele pilgerten gerade dorthin, allen voran Therapeuten. Und wie sagte meine Großmutter immer: „Wenn die Menschen selbst nicht durchblicken, werden sie Psychotherapeuten!“ Und genau mit solchen Volltonnen, die ihr Leben selbst nicht in den Griff bekamen, wollte meine Mutter frei sein. Von was, frage ich mich. Mutter meinte nur, ich sei jetzt alt genug, mein Vater wäre ja auch noch da und er hatte sich ja auch scheiden lassen, dann solle er mal schön die Verantwortung übernehmen. Das war kein guter Anfang.

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